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Zweite Sprachversion: /en liefert 404 – Traffic geht zur Konkurrenz

Was eine zweite Sprachversion der Website kostet und wie man sie so baut, dass Google sie nicht als Duplikat aussortiert.

The problem

Die Website läuft und rankt in der Hauptsprache, aber die URL der zweiten Sprachversion liefert 404 – die Seiten existieren schlicht nicht. Ein Teil der Zielgruppe sucht dieselben Leistungen in der anderen Sprache, findet in den Suchergebnissen Wettbewerber mit fertiger Version und klickt dort. Für lokale Anbieter in Ballungsräumen ist das kein abstrakter „Marktanteil“, sondern sind konkrete Anfragen, die nie ankommen.

Die Rechnung ist simpel: Wenn die Hälfte der Suchanfragen in der Region in der anderen Sprache formuliert wird, verzichten Sie vorab auf die Hälfte der organischen Sichtbarkeit für die eigenen Leistungen. Dabei ist die Website bereits gebaut und bezahlt – Aufwand für Content und Traffic ist schon angefallen, es fehlt nur eine Schicht.

What makes it hard

Der direkte Weg – Seiten kopieren und durch einen automatischen Übersetzer schicken – funktioniert aus zwei Gründen nicht. Erstens: Ohne hreflang-Auszeichnung, eigene Title und Description sowie klare regionale Zuordnung wertet die Suchmaschine die neuen Seiten als Duplikate der Hauptversion und zeigt sie nicht an. Formal existiert die Version, in der Suche gibt es sie nicht. Zweitens: Maschinelle Übersetzung überträgt Leistungsbezeichnungen und Call-to-Actions wörtlich – die Seite spricht dann in Wörtern, nach denen niemand sucht, und der Leistungsname deckt sich nicht mehr mit der realen Suchanfrage.

Dazu kommt eine technische Grenze der Plattform. Bei Website-Baukästen sind Sprachversionen nicht in allen Tarifen enthalten, und manchmal sind sie so umgesetzt, dass der Inhaber die zweite Sprache nicht selbst bearbeiten kann. Deshalb braucht es vor dem Start Zugang zum Account und eine Tarifprüfung: Davon hängt ab, ob die Version Teil derselben Website wird oder ob ein separates Projekt nötig ist – anderes Budget und dauerhafte Abhängigkeit vom Dienstleister bei jeder Korrektur.

How we solve it

Wir aktivieren die zweite Sprache innerhalb der bestehenden Website, nicht als eigene Domain oder Subdomain. Wir kopieren die Seiten, die tatsächlich in der Sitemap stehen (oft Startseite, „Danke“ und „Datenschutz“ – der Umfang liegt also bei einigen hundert Wörtern, nicht bei Wochen Arbeit), und ergänzen einen Sprachumschalter im Header, damit Besucher die Version überhaupt sehen.

Übersetzung: Automatische Übersetzung dient nur als Rohfassung, danach folgt manuelles Lektorat jedes Bildschirms – Leistungsnamen, Buttons, Preise, Kontakte, Formulare. Gesondert prüfen wir, ob die Leistungsbezeichnungen der Formulierung in der Suche entsprechen und nicht der wörtlichen Übersetzung.

Die SEO-Schicht ist der eigentliche Zweck der Übung: hreflang zwischen den Versionen, eigene Titles und Descriptions in der zweiten Sprache, regionale Zuordnung, Prüfung der Sitemap. Danach geben wir die URLs in der Search Console zur Indexierung und kontrollieren nach einer Woche, ob die Seiten tatsächlich in den Ergebnissen auftauchen. Ist danach Promotion geplant, recherchieren wir schon in diesem Schritt Suchanfragen in der zweiten Sprache für die Zielstädte und legen sie in die Seitentitel – damit nicht alles ein zweites Mal geschrieben werden muss.

What drives the price and timeline

Für eine kleine Baukasten-Website (3–7 Seiten, bis 1000 Wörter) liegt die Marktspanne bei etwa 250–700 € und 1–3 Arbeitstagen. Die Untergrenze heißt „die Version ist vorhanden“: Seiten, Umschalter, grobes Lektorat. Die mittlere Stufe ergänzt manuelles Lektorat aller Bildschirme, hreflang, eigene Title/Description, Region und Indexierungskontrolle. Die obere Stufe zusätzlich die Keyword-Recherche in der zweiten Sprache für konkrete Städte samt passender Überschriften. Bei einer CMS-Website mit Katalog über hunderte Positionen gilt eine andere Rechnung: Dort bestimmt der Content-Umfang den Preis und die Frage, ob das System Mehrsprachigkeit ab Werk unterstützt.

Der Hauptpreisfaktor ist nicht die Seitenzahl, sondern die Textmenge, die von Hand lektoriert werden muss, plus die technische Bereitschaft der Plattform für eine zweite Sprache. Kalkulieren Sie zusätzlich Kosten ein, die nicht an den Dienstleister gehen: Der Baukasten-Tarif kann für Sprachversionen ein Upgrade verlangen – das wird vor dem Start im Account geprüft. Promotion in der zweiten Sprache rechnet man sinnvollerweise als eigene Phase, sobald die Version im Index ist und sichtbar wird, was sie einbringt.

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